Geo-HEP-Systems

Planung, Ausschreibung und Projektabwicklung

Geo-HEP-Systeme werden nicht nach einem starren Standardschema geplant. Die technische Lösung wird an den Energiebedarf, die vorhandene Anlagentechnik, die Standortbedingungen und die jeweilige Projektstruktur angepasst.

Vom Energiebedarf zur Systemauslegung

Am Anfang steht die technische Aufgabenstellung: Welche Kühl- und Wärmeleistungen werden benötigt, wann treten sie auf und welche bestehende Technik soll eingebunden werden? Diese Informationen werden mit den geologischen und hydrogeologischen Standortdaten zusammengeführt.

  • erforderliche Heiz- und Kühlleistung
  • Betriebsstunden und zeitlicher Verlauf der Lasten
  • benötigte Temperaturniveaus
  • vorhandene Heiz-, Kühl- und Anlagenkomponenten
  • geologische und hydrogeologische Standortbedingungen
  • zulässige Bohrtiefe und verfügbare Fläche
  • genehmigungsrechtliche Rahmenbedingungen

Aus dieser Gesamtbetrachtung werden die mögliche Leistung pro Hochleistungsenergiepfahl und die für das Projekt erforderliche Anzahl der Energiepfähle abgeleitet.

Schnittstellen früh berücksichtigen

Ein Geo-HEP-Projekt verbindet mehrere Planungsbereiche. Geologie und Hydrogeologie, Bohrung, Anlagenhydraulik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie gegebenenfalls Wärmepumpen- oder Kühlsysteme müssen in einem abgestimmten Gesamtkonzept betrachtet werden.

Welche Gewerke und Schnittstellen im konkreten Projekt erforderlich sind, hängt von der jeweiligen Anwendung und der vorhandenen Infrastruktur ab.

Flexible Ausschreibung und Vergabe

Nach dem aktuellen Projektansatz kann das Geo-HEP-System abhängig von der Projektstruktur als Gesamtpaket oder in einzelnen Gewerken ausgeschrieben und vergeben werden. Dadurch lässt sich die Umsetzung an unterschiedliche Planungs-, Vergabe- und Bauabläufe anpassen.

Die konkrete Aufteilung der Leistungen und Verantwortlichkeiten wird projektspezifisch festgelegt.

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Welche Leistungen Geo-HEP Systems selbst anbietet bzw.
verantwortet – zum Beispiel Planung, Dimensionierung, Genehmigungsbegleitung,
Bohrung, Hydraulik, Bauleitung, Inbetriebnahme oder Koordination einzelner
Gewerke – ist in den vorliegenden Unterlagen noch nicht vollständig
beschrieben. Dieser Leistungsumfang sollte vor Veröffentlichung ergänzt oder
verbindlich abgegrenzt werden.

Projektstruktur statt Standardschema

Die Planung eines Geo-HEP-Systems muss zur jeweiligen Projektorganisation passen. Neubau, Modernisierung einer bestehenden Anlage, industrielle Prozesskühlung oder die Einbindung in eine vorhandene Wärmeversorgung stellen unterschiedliche Anforderungen an Planung und Umsetzung.

Deshalb werden Anlagenkonfiguration, Schnittstellen und Vergabestruktur jeweils auf das Vorhaben abgestimmt.

Genehmigung früh in die Planung integrieren

Standortbezogene Genehmigungsfragen sollten nicht erst unmittelbar vor der Umsetzung geprüft werden. Insbesondere bei Wasserschutzgebieten oder anspruchsvollen Grundwasserverhältnissen empfiehlt sich die frühzeitige Abstimmung mit der zuständigen Wasserbehörde.

Technik und Wirtschaftlichkeit gemeinsam bewerten

Die technisch mögliche Lösung ist nur ein Teil der Projektentscheidung. Betriebsstunden, bisheriger Energieverbrauch, Pumpenenergie, Investitionskosten, Wartungs- und Reparaturkosten sowie mögliche Förderungen fließen in die projektspezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ein.

Frühzeitig die richtigen Projektdaten zusammenführen

Je früher Energiebedarf, Anlagenbestand, Standortbedingungen und Genehmigungsrahmen bekannt sind, desto zielgerichteter kann ein Geo-HEP-Projekt dimensioniert und strukturiert werden.