Geo-HEP-Systems

Geo-HEP-Anwendungen:
Kühlen und Heizen mit dem Untergrund

Das Geo-HEP-System nutzt die über das Jahr vergleichsweise konstanten Temperaturen des Untergrunds für die energieeffiziente Kühlung und Wärmeversorgung unterschiedlicher Anwendungen.

Besonders interessant ist das System überall dort, wo über längere Zeiträume Wärme abgeführt werden muss oder sowohl Kühl- als auch Wärmebedarf besteht. Abhängig von Energiebedarf, Standort und vorhandener Anlagentechnik wird jede Geo-HEP-Anlage individuell ausgelegt.

Der Hochleistungsenergiepfahl bildet dabei ein zentrales Funktionselement. Unter geeigneten Bedingungen ermöglicht das System passive Kühlung mit geringem elektrischem Energiebedarf; für den Heizbetrieb kann es als Wärmequelle einer Wärmepumpe eingesetzt werden.

Maschinen- und Prozesskühlung

Produktionsmaschinen und technische Prozesse können über viele Betriebsstunden kontinuierlich Wärme erzeugen. Das Geo-HEP-System kann diese Wärme über einen geschlossenen Wärmeträgerkreislauf aufnehmen und an den Untergrund abgeben.

Unter geeigneten Bedingungen kann die Kühlung passiv erfolgen, sodass keine dauerhaft arbeitende klassische Kältemaschine erforderlich ist. Besonders interessant ist dieser Ansatz bei hohen jährlichen Betriebsstunden und regelmäßigem Kühlbedarf.

Gebäude kühlen und beheizen

Gewerbe-, Verwaltungs- und Produktionsgebäude benötigen zunehmend sowohl Kühlung als auch eine effiziente Wärmeversorgung. Das Geo-HEP-System kann beide Aufgaben innerhalb eines geothermischen Gesamtkonzepts unterstützen.

Im Sommer beziehungsweise im Kühlbetrieb wird überschüssige Wärme an den Untergrund abgegeben. Im Heizbetrieb dient das System als Wärmequelle für eine Wärmepumpe. Dadurch kann dieselbe geothermische Infrastruktur für unterschiedliche thermische Anforderungen genutzt werden.

Rechenzentren und Serverräume

Serverräume und Rechenzentren gehören zu den Anwendungen mit dauerhaftem beziehungsweise regelmäßig wiederkehrendem Kühlbedarf. Gerade bei langen Betriebszeiten kann die passive Nutzung des Untergrunds ein interessanter Ansatz für die Kühlenergieversorgung sein.

Ob und in welchem Umfang Geo-HEP eingesetzt werden kann, wird anhand des tatsächlichen Kühlbedarfs, der erforderlichen Temperaturen, der vorhandenen Anlagentechnik sowie der geologischen und hydrogeologischen Bedingungen bewertet.

Wärmeversorgung mit Wärmepumpe

Im Heizbetrieb stellt das Geo-HEP-System geothermische Wärme als Wärmequelle für eine Wärmepumpe bereit. Die Wärmepumpe hebt die zur Verfügung stehende Wärme auf das für das Gebäude oder den technischen Prozess benötigte Temperaturniveau an.

Die über das Jahr vergleichsweise konstanten Temperaturen des Untergrunds schaffen dabei günstige und planbare Arbeitsbedingungen für das Wärmepumpensystem. Die tatsächliche Effizienz hängt unter anderem von den erforderlichen Vorlauftemperaturen, dem Lastprofil, der Geologie und der hydraulischen Einbindung ab.

Neubau und Modernisierung

Das Geo-HEP-System kann sowohl bei Neubauten als auch bei der Modernisierung bestehender Heiz- und Kühlsysteme geprüft werden.

Für die Integration werden nicht nur Energiebedarf und Standort betrachtet. Auch vorhandene Anlagentechnik, Betriebszeiten, erforderliche Temperaturen, technische Schnittstellen und die verfügbare Fläche fließen in die Planung ein.

Welche Anwendung passt zu Ihrem Projekt?

Ob Geo-HEP für eine konkrete Anwendung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist die gemeinsame Betrachtung von Wärme- und Kältebedarf, Lastprofil, Anlagentechnik sowie den geologischen und hydrogeologischen Standortbedingungen.

Auf dieser Grundlage werden die Anlagenkonfiguration und die benötigte Anzahl der Hochleistungsenergiepfähle projektspezifisch ermittelt.