Planung und Dimensionierung eines Geo-HEP-Saisonalspeicherfelds
Ein Saisonalspeicher muss auf das reale Energieprofil eines Projekts abgestimmt werden. Eine hohe theoretische Speicherkapazität allein sagt noch nicht aus, ob ein System die benötigte Heiz- oder Kühlleistung zum richtigen Zeitpunkt bereitstellen kann.
Die Planung beginnt deshalb mit einer vollständigen Betrachtung von Energiequellen, Verbrauchern, Temperaturniveaus, Lade- und Entladezeiten sowie den baulichen und geotechnischen Standortbedingungen.

Ausgangspunkt ist das jährliche Wärme- und Kälteprofil
- Welche Wärmemengen fallen im Jahresverlauf an?
- Zu welchen Zeiten besteht Wärmebedarf?
- Welche Kältemengen müssen bereitgestellt werden?
- Welche Spitzenleistungen treten auf?
- Welche Temperaturniveaus stehen beim Laden zur Verfügung?
- Welche Temperaturen benötigen die späteren Verbraucher?
- Wie häufig und wie schnell soll der Speicher be- und entladen werden?
Aus diesen Daten ergibt sich, welche Speicherkapazität tatsächlich benötigt wird und welche thermische Leistung das System beim Laden und Entladen bereitstellen muss.
Modulare Auslegung des Speicherfelds
Die Entwicklungspräsentation zeigt ein Speicherfeld aus mehreren vertikalen Einzelspeichern. Ein solches modulares Prinzip ermöglicht es grundsätzlich, die Anzahl der Speicher an den Bedarf eines Projekts anzupassen.
Neben der benötigten Speicherkapazität beeinflussen auch das verfügbare Baufeld, notwendige Abstände, Leitungsführung, Zugänglichkeit sowie statische und geotechnische Anforderungen die konkrete Anordnung.
Geotechnische und bauliche Bedingungen berücksichtigen
Auch wenn die thermische Speicherung im Speichermedium selbst erfolgt, muss das Speicherfeld baulich und geotechnisch in den jeweiligen Standort integriert werden.
Die Präsentation nennt unter anderem Bohrlochtiefe, Rückverfüllung, Schutzschichten, Überdeckung sowie statische und geotechnische Randabstände als planungsrelevante Faktoren.
Welche Bauweise tatsächlich eingesetzt werden kann, muss für jeden Standort projektspezifisch untersucht werden.
Temperaturbereiche und Schichtung projektbezogen auslegen
Für die Nutzbarkeit gespeicherter Wärme oder Kälte ist nicht nur die Energiemenge entscheidend, sondern auch das Temperaturniveau.
Das in der Präsentation gezeigte Schichtenladeprinzip soll verschiedene Temperaturbereiche innerhalb eines Speichers möglichst getrennt halten. Die konkrete Auslegung muss jedoch auf Energiequellen, Verbraucher und Betriebsstrategie abgestimmt werden.
Entwicklungsstand Saisonalspeicher
Der Geo-HEP-Saisonalspeicher befindet sich derzeit in der Entwicklung. Konkrete Leistungsdaten, Temperaturbereiche und projektspezifische Kennwerte werden erst veröffentlicht, wenn entsprechende Entwicklungs- und Projektergebnisse vorliegen beziehungsweise vom Kunden freigegeben sind.
Ist ein Saisonalspeicher für Ihr Projekt geeignet?
Ob der Geo-HEP-Hochleistungsenergiepfahl für eine Produktionsanlage, ein Gebäude, ein Rechenzentrum oder die Modernisierung eines bestehenden Kühl- und Heizsystems geeignet ist, lässt sich anhand weniger zentraler Projekt- und Standortdaten zunächst bewerten.
Lassen Sie die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten für Ihr Projekt prüfen.